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Wissenswertes

Häufige Fragen

Sind graue Haare wirklich ein Indiz fürs Altern?

Nein, sind sie nicht. Wann die Pigment produzierenden Zellen keine für die Farbe zuständigen Melanozyten mehr liefern, ist bei Männern wie bei Frauen hauptsächlich genetisch bedingt. Das kann mit 20 oder mit 70 oder auch nie passieren.

Die Legende vom 1600-Watt-Fön

Lassen Sie sich bei Fönen nicht von enormen Wattzahlen blenden. Die Hitzeentwicklung ist bei hoher Wattzahl zwar vorhanden, aber für die Schnelligkeit des Trockenprozesses ist die Luftleistung des Gebläses ausschlaggebend. Profiföne leisten durchschnittlich zwischen 1200 und 1300 Watt, verfügen aber über ein sehr durchsatzstarkes Gebläse. Die Trockung geht schneller und die Haare sind geschützter vor Hitzeschädigungen. Die hohe Wattleistung ist ohne durchsatzstarkes Gebläse wertlos. 

Der größte Feind des Haares ist die Stahlbürste!

Ein allgemein beliebter Satz nach dem Haarewaschen: „Ziehen Sie ruhig durch, mir macht das nichts aus. Ich bin's gewöhnt". Leider gewöhnen sich die Haare niemals daran, denn bevor sie es tun könnten, sind sie entweder abgebrochen oder ausgerissen. Toppen können Sie diese Aussage und die tatsächliche Ausführung nur noch durch den Einsatz einer Bürste mit Stahlborsten. Sie werden so gewiss durch die Haare kommen wie diese ihnen ganz sicher kaputt gehen.

Was passiert durch zu starkes Bürsten des nassen Haares und vor allem, was tun die Stahlborsten den Haaren an?

Haar dehnt sich im nassen Zustand etwa um 30 Prozent seiner aktuellen Länge. Zu viel Zug durch zu starkes Bürsten überdehnt das Haar, es zieht sich beim Trocknen nicht mehr auf seine ursprüngliche Länge zusammen, sondern bleibt auf halbem Weg hängen. Der haarinterne Zusammenhalt ist nicht mehr gegeben, das Haar wird saft- und kraftlos. Kein Wickel, keine Bürste beim Fönen und auch keine Dauerwelle wird dem Haar je die natürliche Spannung zurück bringen. Die Stahlborsten tun ihr Weiteres: Sie zerreißen das Haar förmlich durch ihre scharfen Kanten. Mit jedem Bürstenstrich schädigen sie das Haar somit auf nicht mehr wiedergutzumachende Weise. Tipp: Werfen Sie ihre Stahlbürste in den Mülleimer.

Kann ich etwas gegen meine Wirbel unternehmen?

Nein, das können Sie leider nicht. Wirbel entstehen durch die Lage des Haarfollikels in der Kopfhaut. Sie bleiben wo sie sind und gehen nie mehr weg, außer – was Sie sich nicht wünschen sollten – die Haare gehen aus. Wirbel sollten am allerbesten in den Haarschnitt integriert werden, damit sich der natürliche Haarfall in die Frisur einfügt.

Welches sind die häufigsten Haarprobleme?

Die häufigsten Haarprobleme sind zu trockenes oder zu fettiges Haar, Kopfschuppen und Haarausfall. 

Hilfe! Brüchiges und ständig splissiges Haar rauben mir den letzten Nerv

Die häufigste Ursache für Haar- und Nagelprobleme ist ein Biotin-Mangel. Biotin regt die  Keratinbildung an - eine Kittsubstanz, die die Fingernägel festigt und die Haarstruktur verbessert. Biotin kommt vor allem in Leber, Hefe, Sojabohnen und Walnüssen vor - allerdings nur in geringen Mengen: 27 Kilo Walnüsse haben zehn Milligramm Biotin. Nicht nur geringe Biotinzufuhr, sondern auch hoher Biotinverbrauch führen dazu, dass bei etwa acht Millionen Menschen dieses wasserlösliche Vitamin fehlt. Schwangere, Sportler, Raucher, Patienten, die Antibiotika oder Sulfonamide einnehmen oder eine strikte Diät einhalten, plündern ihre Biotinvorräte, auch wer zusätzlich seine Hände häufig der Feuchtigkeit aussetzt oder Nagellackentferner verwendet, seine Haare färben lässt, oft fönt oder immer wieder mal die Dauerwelle erneuern lässt. Inzwischen belegen wissenschaftliche Studien, dass hochdosiertes Biotin Haaren und Nägeln hilft. Patienten, die unter sogenannter Alopezie leiden – diese Form des Haarausfalls tritt bei Frauen vor allem in den Wechseljahren auf – wurden acht Monate lang mit zehn Milligramm Biotin behandelt. Bei 64 Prozent von ihnen  ging der Haarausfall zurück, bei 70 Prozent verbesserte sich zusätzlich die Haarqualität. (Quelle: „Gesunde Medizin“,  2/2000, „Intensivkur für Haare und Nägel“)

Meine Haare sind von Natur aus wellig, ich möchte sie aber manchmal glatt tragen. Geht das ohne bleibende Schäden?

Ja, solange sie die Haare nicht chemisch behandeln. Sie brauchen ein nicht chemisches Glättungsprodukt, eine große Rundbürste und einen Fön mit Hitzeregulierung. Waschen Sie die Haare, trocknen Sie mit dem Handtuch, geben das Glättungsprodukt in die Haarlängen und -spitzen. Teilen Sie großzügige Sektionen ab, stecken sie die Haare mit großen Klipsen nach oben und beginnen mit dem Fönen der untersten Sektion. Bürsten Sie das Haar gut durch, setzen die Rundbürste am Kopf an, den Fön etwa 10 Zentimeter von der Bürste entfernt und ziehen Bürste und Fön in Richtung Haarspitzen. Wiederholen sie diesen Vorgang mit jeder der abgeteilten Sektionen. Diese Behandlung können Sie durch den Einsatz eines elektrischen Glätteisens ergänzen. Bürsten Sie das Haar nach dem Trocknen gut durch und bringen es mit ihren Händen in Form.

Werden Haare dichter und fester,  wenn Kindern der Kopf über einen gewissen Zeitraum kahl geschoren wird?

Nein. Anzahl und Struktur der Haare sind genetisch festgelegt. Allerdings erscheinen die Haare nach einer Schur oft wesentlich dichter als vorher. Das liegt daran, dass bei Kindern bis zu zwei Jahren - oft noch darüber hinaus - ständig neue Haare nachwachsen bis die genetisch vorgegebene Menge erreicht ist. 

Beim Sport binde ich meine Haare meist mit einem Gummiband zusammen.  Leider brechen meine Haare an der Druckstelle des Gummis. Gibt es eine andere Möglichkeit?

Vermeiden können Sie dies nur, wenn die Haare geflochten und nur die Spitzen zusammengebunden werden. Verwenden Sie allerdings niemals Haushaltsgummiringe, die sind wirklich tödlich für jedes Haar. Steckkämme sind ebenfalls eine gute Alternative. Sie verteilen den Druck von wenigen einzelnen auf viele Haare.